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2. Kapitel - Aus der Sicht eines Freundes - Teil 2

2. Kapitel - Aus der Sicht eines Freundes - Teil 2

~Yus Sicht~

Ich streiche Strify beruhigend über den Rücken. Er weint und hält sich an mir fest. Ich weiß, dass es besser ist, ihn jetzt nicht mit Fragen zu konfrontieren, die er sowieso nie beantworten wird. Es ist nicht das erste Mal, dass er mich in solch einer Situation durch einen Anruf gestört hat. Ich bin ihm deswegen nicht böse, dafür sind Freunde schließlich da. Aber ich würde trotzdem gerne wissen, was ihn so beschäftigt...
Es ist so, dass Strify eigentlich wie alle anderen ist - mal von seinem außergewöhnlichen Aussehen abgesehen, dass, nun, vielleicht nicht jeder gleich als normal ansehen würde. Da ich aber genauso 'verrückt' aussehe, wie Strify, stört es mich nicht im geringsten...
Darum geht es auch gar nicht. Strify verhält sich wie viele Jugendliche seines Alters. Er hat Freunde - vielleicht nicht so viele, wie andere, aber dafür sind es bessere. Er lacht viel und liebt Schule genauso, wie ich auch - nämlich gar nicht... Eben wie alle Jugendliche. Aber da ist noch etwas, noch mehr... Es ist, als würde es zwei Strifys geben; einmal der fröhliche, immer lächelnde und gut gelaunte Strify. Und einmal der traurige, unglückliche, verzweifelte Strify, der niemanden an sich heran lässt; auch mich nicht, nicht wirklich zumindest...
Nach einer Weile hört Strify wieder auf zu weinen. Nur noch ein Seufzen ist zu vernehmen.
"Gehts wieder?", frage ich, und drücke Strify etwas von mir weg. Strify sieht nun wirklich nicht gut aus. Er hat verweinte Augen und die Schminke, die sein Gesicht zierte, ist verlaufen.
Er nickt und wischt sich die letzten Tränen aus den Augen.
Wir setzen uns zusammen aufs Bett und ich sehe Strify fragend an.
"Was ist passiert?", frage ich, nachdem er meinen Blick nicht zu verstehen scheint.
Er zuckt mit den Schultern.
Eigentlich ist es sinnlos, ihn zu fragen, was er hat. Er hat mir noch nie eine Antwort darauf gegeben. Irgendwas in seinem Inneren macht ihm zu schaffen, aber er will einfach nicht darüber reden, weder mit mir, noch mit sonst jemandem...
Ich seufze, und Strify lehnt sich an mich. Ich lege einen Arm um ihn...
Es dauert nicht lange, bis ich Strifys ruhigen Atem höre. Zeit für mich, nach Hause zu gehen. Vorher decke ich Strify zu und stelle ihm seinen Wecker, denn, morgen ist wieder Schule und ich möchte nicht, dass er Stress mit seinem Vater bekommt. Und das wird er, wenn er nicht zur Schule geht...
Nachdem ich den Wecker gestellt habe, so dass Strify auch noch genug Zeit hat, sich fertig zu machen, klettere ich aus dem Fenster und mache mich auf den Weg nach Hause...

24.10.07 17:41
 


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