heart.wings.to.fly Rip out the wings of a Butterfly for your soul
8. Kapitel - Sorry

~Strifys Sicht~

Den ganzen Tag sitze ich in meinem Zimmer und denke nach. Mein Leben erscheint mir so sinnlos, wie noch nie zuvor. Ich frage mich, ob jedem Jugendlichen irgnedwann mal im Laufe des Jugendlichen-Daseins, diese Gedanken durch den Kopf gehen. Ich finde mein Leben wertlos. Es ist langweilig, alles andere als aufregend und diese Erinnerung lässt mich einfach nicht los. Zu allem Übel muss ich meinen besten Freund auch noch vergraulen. Bei dem Gedanken an Yu, bekomme ich ein schlechtes Gewissen. Er versucht nur, mir zu helfen und ich weise ihn jedesmal von mir. Ich bin kein wirklich guter Freund. Ständig ist er für mich da, ohne zu wissen, was eigentlich mit mir los ist. Und ich weise ihn ständig von mir. Außerdem glaube ich, dass Yu seine eigenen Sorgen vor mir verbirgt, nur, damit ich mir nicht noch mehr Gedanken mache. Und das nennt sich Freund?
Ich seufze. Ich will diesem Leben entfliehen. Ich will es nicht mehr leben, schon lange nicht mehr. Bis jetzt hat mir allerdings immer der Mut gefehlt, es zu beenden. Es wird allen besser gehen, wenn ich nicht mehr da bin. Yu braucht sich keine Sorgen mehr um mich zu machen und mein Vater wird froh sein, mich nicht mehr ertragen zu müssen.
Dieser Entschluss festigt sich in mir...
Ich gehe hinunter ins Wohnzimmer, wo mein Vater am Pc sitzt. Er arbeitet meistens von Zuhause aus.
"Kann ich mal kurz telefonieren?", frage ich kleinlaut.
Er guckt nicht mal auf, als er ein 'ja' murmelt. Das bekräftigt meinen Entschluss noch mehr. Aber vorher...
Ich nehme das Telefon und verschwinde wieder in meinem Zimmer. Zitternd wähle ich Yus Nummer.
"De Bur?", höre ich seine Mutter an der anderen Leitung sagen.
Ich räuspere mich, bevor ich anfange, zu sprechen: "Ist Yu da?"
"Nein, der ist heute noch nicht da gewesen.", sagt sie.
"Oh... Oke. Ähm... Dann grüßen sie ihn mal schön von mir.", sage ich. Eigentlich hatte ich ja vor, mich zu entschuldigen, aber das muss ja nicht unbedingt auch noch seine Mutter mitbekommen...
"Oke. Kann ich ihm sonst noch etwas von dir ausrichten?", fragt sie. Ich überlege kurz...
"Nein, ist schon oke, ich rufe einfach später noch mal an.", behaupte ich, auch wenn es nicht stimmt.
"Oke, Strify. Dann machs gut.", sagt sie. Ihre Stimme ist immer so ruhig. Sie ist wirklich sehr nett...
"Aufwiederhören.", sage ich höflich und lege dann auf. Es ist schade, dass ich mich nicht mehr bei Yu entschuldigen kann... 
Für mich gibt es jetzt jedenfalls kein Zurück mehr. Ich habe mich damit abgefunden, mit meiner Idee, mit meinem Entschluss... Ich werde es tun...
Ich bringe das Telefon zurück ins Wohnzimmer und vergewissere mich, dass mein Vater noch immer am Arbeiten ist. Wenn er an seinem Pc sitzt, merkt er die Welt um sich herum kaum noch. Es wird leicht sein, mich aus dem Haus zu schleichen...

30.10.07 18:05
 


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