heart.wings.to.fly Rip out the wings of a Butterfly for your soul
12. Kapitel - best Friend

~Strifys Sicht~

Ich bin so froh, Yu zu haben. Was würde ich nur ohne ihn tun? Ich weiß es nicht. Ehrlich nicht.

"Strify? Willst du... willst du darüber reden?", fragt Yu, in dessen Armen ich immer noch liege. Ich gucke ihn an.

"Ich... Yu... Ich hab versucht, mir das Leben zu nehmen.", fange ich an, zu erzählen. Er hat ja recht, ich muss ihm wenigstens erzählen, was letzte Nacht passiert ist. Ich finde, dass er es verdient hat, es zu erfahren. Er ist einfach ein toller Freund.

"Du... Du hast was? Strify... Ich... Mensch, Kleiner...", stammelt Yu, weiß anscheinend nicht genau, was er sagen soll. Er drückt mich noch etwas mehr an sich.

"Warum hast du das versucht? Und wie? Und... Woher kommen die blauen Flecken?", fragt Yu, nachdem ich nichts mehr sage.

"Ich... wollte halt einfach nicht mehr. Und... Ich wollte von einer Brüge springen...", fange ich wieder an und berichte dann Yu:

+Rückblick*

Nachdem dieser Fremde mich gerettet hatte, lag ich weinend in dessen Armen. Ich wusste nicht mehr ein, noch aus. Ich wollte doch...

"Komm, ich bringe dich nach Hause.", sagte der Fremde, zog mich auf die Beine und nahm mich an die Hand. Ich fühlte mich etwas, wie ein kleines Kind, das seinen Teddybären verloren hatte...

"Wo wohnst du?", hatte mich der Fremde gefragt und ich sagte es ihm. Wir liefen zu zweit den langen Weg zurück nach Hause. Ich war verwirrt. Und wollte nur noch schlafen. Deswegen sagte ich auch nichts, während der Fremde die ganze Zeit beruhigend auf mich einredete, nichts besonderes, ganz alltägliche Dinge eben. Er erwähnte meinen Selbstmordversuch mit keiner Silbe und redete auch nicht auf mich ein, wie toll das Leben doch sei. Und ich war ihm dankbar dafür, dass er es nicht tat und doch nicht schweigend neben mir her lief. Ich hörte zwar nicht wirklich, was er sagte, aber seine Stimme beruhigte mich ungemein...

Nach einer Unendlichkeit kamen wir bei mir an. Der Fremde lächelte mich an, bevor er ohne ein weiteres Wort zu verlieren ging. Ich blickte ihm eine halbe Ewigkeit hinterher... Er hatte mein Leben gerettet...

Plötzlich wurde die Tür zu unserem Haus aufgerissen und mein Vater stand in der Tür, sah mich wütend an.

Bevor ich irgendetwas tun oder sagen konnte, hatte er mich schon ins Haus gezerrt und mich angeschrieen:

"Was fällt dir ein? Die ganze Nacht einfach weg zu bleiben! Du hast mir nicht mal gesagt, dass du weg gehst."

Ich war nicht in der Lage, ihm zu antworten. Ich war einfach nur müde und verwirrt. Ich wollte in mein Bett.

"Antworte gefälligst! Was fällt dir ein?", schrie er, packte mich an den Schultern und schüttelte mich. Ich erschrak. Noch nie hatte ich ihn so wütend gesehen. Natürlich kam es öfters vor, dass er ausrastete und mich anschrie, aber handgreiflich, ist er bis jetzt noch nie geworden... Als er anfängt, auf mich einzuschlagen, weiß ich nicht mehr, ob das alles nur ein Traum, oder die Wirklichkeit ist...

+Rückblick Ende*

Yu sieht mich mit großen Augen an, als ich zuende geredet habe.

"Wie kann er das nur tun? Ich rede gleich mal mit meiner Mutter und frage, ob du hier bleiben kannst, für eine Weile. Das kann der doch echt nicht machen.", fängt er an zu meckern und steht auf, um zu seiner Mutter zu gehen.

Ich lächle müde. Er ist einfach ein zu guter Freund, den ich gar nicht verdient habe.

4.11.07 19:51
 


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